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Frank Heinrich

Lieben, was das Zeug hält

Wie Gott unser Herz verändert

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Dieses Buch als E-Book:
ISBN 978-3-86256-730-0, Bestell-Nummer 588783E

Inhalt

Vorwort von Peter Strauch

Zu diesem Buch

1. Wie das Leben so liebt

Schöne, heile Welt

Leben auf der Insel

Liebestöter

Ausgeliebt?

2. Gott ist Liebe – überall

Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt

Mehr Liebe

Zeigt her eure Liebe

Der Liebes-Test

Eine Dose Liebe

3. Wo die Liebe hinfällt

Verborgene Qualitäten?

Typisch (End-)Zeit?

Unsichtbare Nachfolger?

Zögerliche Zeugen?

Geld oder Liebe?

Herzverfettung?

Spielen wir Liebe?

Sind wir zu gut?

4. Lieben und lieben lassen

Eine heilsame Befreiung

Eine überraschende Erfahrung

Der beste Vater

Geistreich lieben

5. So antworte mit: Ja!

So bist du!

Ein zaghaftes Jein

Zugreifen

6. Lieben mit Herz und Hirn

Von innen nach außen

a) Der Nächste bitte

b) Der gnädige Blick

c) Angenommen

d) Gotteswort vor Menschenwort

e) Richtig motiviert

f) Offene Worte

g) Wahrheit

Lebendige Wahrheit

Aufrichtige Wahrheit

Klärende Wahrheit

Offensichtliche Wahrheit

h) Vergebung

i) „Hier bin ich“

j) Revolution

7. Lieben mit Hand und Fuß

a) Einfach da

Christlicher Spagat

b) Näher an den Rand

c) Kennenlernen

d) Ein Freund, ein guter Freund

e) Sag es mit Liebe

Liebessprache 1: Worte der Anerkennung

Liebessprache 2: Berührung

Liebessprache 3: Zeit

Liebessprache 4: Geschenke

Liebessprache 5: Hilfreicher Dienst

Fünf Sprachen, tausend Ideen

f) Solidarität

g) Liebe zum Anfassen

h) Schritte zu „aktiver“ Versöhnung!

i) Unsere Zunge im Griff

j) Mach’s einfach

8. Liebe ist stark und macht stark

Gib es zu!

Stopf die Löcher!

Füll dein Herz!

Übe Liebe!

Vorwort

Was ist das größte Hindernis der Christen in unserem Land? Nach meinem über 40-jährigen Dienst in christlichen Kirchen und Gemeinden habe ich eine eindeutige Antwort darauf: Es fehlt ihnen an Liebe. Und was dabei besonders verhängnisvoll ist: Verbal ist sie bei ihnen durchaus vorhanden. „Liebe“ ist eines der meist gebrauchten Worte der Christen. Sie singen und reden davon. Und doch ist so wenig davon zu spüren. Nein, das gilt nicht für alle. Aber doch für so viele, dass es sich lohnt, darüber zu reden und zu schreiben.

Aus der Pädagogik wissen wir längst, dass Dogmen und Verhaltensregeln, deren Inhalte im Widerspruch zum tatsächlichen Leben stehen, eher das Gegenteil bewirken. Abstrakte Theorien reichen nicht, sie müssen erfahrbar sein. Zum Beispiel war der Begriff „Freiheit“ eines der meist benutzten Worte in der DDR. Man las von ihr auf Spruchbändern und Hauswänden. Die einzige staatlich anerkannte und geförderte Jugendorganisation der DDR nannte sich „Freie Deutsche Jugend“. Aber weder die Alten noch die Jungen in der DDR waren frei. Vor allem, wer das Land verlassen wollte, bekam das schmerzhaft zu spüren. Worte ohne Erfahrungswerte sind leere Sprüche. Bloße Worthülsen stoßen uns ab. Auch und gerade bei den Christen ist das so. Was die „Liebe“ betrifft, so ist die Bibel hier besonders radikal:

Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner (1. Johannes 4, 20).

Nun habe ich bisher von den Christen geschrieben und gehöre doch selbst dazu. Auch das ist meine Erfahrung aus 40 Jahren Dienst im Reich Gottes: Bewusst lieblose Christen findet man selten. Den meisten geht es wie mir. Wir wissen, wie wir sein sollten, sind aber nicht so. Wir möchten anders sein, aber irgendwie gelingt uns das nicht. In meinen Schlichtungsversuchen zwischen christlichen Gemeinden und Gruppen – das gehörte streckenweise zu meinem beruflichen Auftrag – hat mich das manchmal fast zur Verzweiflung gebracht. Erst saß ich mit der einen, dann mit der anderen Seite zusammen. Alle meinten es gut, wollten nur das Beste und verletzten gerade damit die andern, die es genauso gut meinten und ebenfalls das Beste wollten. Es gehört für mich zum großen Wert dieses Buches von Frank Heinrich, dass er in dieser Beziehung kein Blatt vor den Mund nimmt. Er bleibt nicht an der (schein)frommen Oberfläche und sagt nicht, was wir ohnehin schon wissen. Hier werden unsere vermeintlich „liebevollen“ Bemühungen enttarnt und Schritt für Schritt wird ein Weg aufgezeigt, der auch für resignierte und an sich selbst verzweifelnde Christen gangbar ist.

Nein, man muss nicht Insider sein, um dieses Buch zu verstehen. Frank Heinrich spricht eine Sprache, die für alle verständlich ist, selbst wenn man nicht in der christlichen Welt zu Hause ist. Und was für uns als Leser und Leserinnen besonders wichtig ist: Er redet nicht wie ein Blinder von der Farbe. Er spricht auch von sich, von seiner eigenen Geschichte, von seinen persönlichen Pleiten und Pannen in Sache „Liebe“.

Und vor allem: Es ist die Geschichte eines Autors, der längst begriffen hat, dass es darüber nichts zu schreiben gäbe, hätte nicht Gott mit seiner überragenden Liebe den ersten und alles entscheidenden Schritt getan. Nicht nur, dass der Vater im Himmel uns mit seinem Sohn Jesus ein einzigartiges Vorbild gab. Mehr noch: Seine in unsere Herzen „ausgegossene“ Liebe ist geradezu der Boden, auf dem unsere Liebe zu anderen wachsen und sich ausbreiten kann. Nein, nicht nur zu den Frommen, auch zu den ganz anderen, deren Verhalten uns fremd ist und deren Kultur uns manchmal geradezu abschreckt. Auch in dieser Beziehung weiß Frank Heinrich, wovon er redet bzw. schreibt. Schließlich arbeitet er bei der Heilsarmee. Und was dabei besonders wichtig ist: Es ist nicht nur sein Job, es ist auch seine Leidenschaft!

Ich kenne Frank seit vielen Jahren durch unsere Zusammenarbeit in der Evangelischen Allianz. Er gehört zu den Leuten, die leben, was sie glauben. Auf solche Leute sollte man hören. Es lohnt sich. Sie haben etwas zu sagen. Wer dieses Buch liest, weiß, was ich meine. Genau das macht es besonders lesenswert.

Peter Strauch

Zu diesem Buch

„Was bedeutet es, jemanden wirklich zu lieben? Es gab eine Zeit in meinem Leben, da habe ich gedacht, ich weiß auf diese Frage die Antwort. Liebe bedeutet ...“

Mit diesen Worten beginnt das Buch Das Leuchten der Stille von Nicholas Sparks. Diese Zeilen passten zu mir. Nur dass meine Geschichte dann irgendwie nicht so weiterging wie in dem Buch. Ja, auch ich hatte in Sachen Liebe lange Zeit ganz genaue Vorstellungen, Erklärungen, Ansprüche, Worte und Wahrheiten in meinem Kopf.

Doch dann machte ich eine überraschende Entdeckung: Auf einmal war irgendwie alles weg. Stattdessen machte sich ein Unbehagen breit und es schien, als hätte sich die Liebe in meinem Leben rar gemacht. Stell dir vor, du wachst eines Tages neben deiner Frau auf und fragst dich: Wo sind denn plötzlich meine Gefühle für sie und die Liebe zu ihr geblieben? So kam es mir vor, nur viel grundsätzlicher.

Bohrende Fragen stellten sich mir: Bin ich wirklich liebevoll? Wie lebt man überhaupt liebevoll miteinander? Das wollten wir eigentlich, ohne Frage. Aber was war „echt“ und was nur „Technik“, „Routine“ oder „geklont“?

Ganz offensichtlich steckte ich fest. Ich hatte etwas für Liebe gehalten, das in Wirklichkeit oft gar keine war, und entlarvte es sogar manchmal als Eigenliebe. Nur hatte ich stets versucht, mich selbst vom Gegenteil zu überzeugen.

Was ich in mir entdeckte, war absolut nicht das, was ich wirklich wollte. Hatte ich Liebe nicht von klein auf erlebt? Hatte ich mich nicht immer wieder bemüht zu lieben? Hatte ich womöglich versagt?

Also habe ich mich noch einmal auf die Suche gemacht, mir unangenehme Fragen gestellt: Wie steht es um die Liebe in meinem Leben? Wie sieht sie aus, meine Liebe zu Gott und zu meinen Mitmenschen?

Bei meiner Suche stieß ich auf so manche schmerzhafte Erfahrung mit „unterlassener Liebe“ bei mir und anderen. Mir standen einschneidende Erlebnisse meines Lebens, meine Begrenzungen und auch meine Verletzungen wieder deutlich vor Augen. Ja, ich suchte geradezu nach den Klippen und Falltüren in meinem Leben, nach den Niederlagen und Schrammen, die der Liebe das Wasser abgegraben hatten.

Und dann nahm ich mir vor, wieder auf die Beine zu kommen. Ich wollte mich mit nichts weniger zufriedengeben als mit echter Liebe, denn ich wusste, dass es sie gibt.

Mein Weg zurück zur Liebe führte zu diesem Buch. Es ist kein romantisches Plädoyer für mehr Nettsein. Vielmehr beschäftigt es sich mit dem Geheimnis der Liebe Gottes, mit Begegnungen, mit Ängsten und mit großartigen Möglichkeiten. Vom Leben ist die Rede und von ganz unterschiedlichen Menschen: von seltsamen Heiligen, frustrierten Frommen und kaputten Chaoten.

Als Heilsarmee-Offizier hatte ich ja in den letzten Jahren ausreichend Gelegenheit, alle diese Originale mit ihren erfreulichen und anstrengenden Seiten kennenzulernen. Gerade die Begegnung mit den Menschen, die in unserer Gesellschaft am Rand stehen, erweist sich als herrliche Herausforderung für die Liebe.

Auf meiner Entdeckungstour in Sachen Liebe öffnete sich mir so manches Fenster. Ich bekam einen neuen Blick für meine eigene Geschichte, für Gottes große Liebe und für unser Miteinander. Heute spielt die Liebe wieder eine ganz neue Rolle in meinem Leben.

Diesen Effekt möchte ich gerne multiplizieren und ich hoffe, dass sich auch für dich das eine oder andere Fenster öffnet. Wir können es uns nämlich nicht leisten, nicht zu lieben. Es würde das verkümmern, was Gott in uns hineinlegt. Lieben heißt: Ich lebe meine Bestimmung.

Wir sollen lieben, was das Zeug hält. Das ist möglich, weil Gott uns mit seiner Liebe „infiziert“ und unser Herz verändert. Den Rest können wir lernen.

Und wir wollen lieben, was das Zeug hält – damit die Welt um uns herum uns wieder an der Liebe als Gottes Kinder erkennt.

Frank Heinrich
Chemnitz, im Juni 2009

1. Wie das Leben so liebt

Schöne, heile Welt

Es heißt, dass die Patina der Zeit unserer Vergangenheit einen ganz besonderen Glanz verleiht. Man könnte auch sagen: Früher war alles besser. Oder doch wenigstens schön und gut. Zumindest in unseren Erinnerungen.

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückschaue, dann entdecke ich da eine Menge schöner Dinge. Meine Kindheit war wohl in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Das Leben in meinem Elternhaus konnte man kaum an Frömmigkeit überbieten. Geboren im Siegerland mit seinem überaus christlichen Umfeld, zog ich im Alter von drei Jahren mit meiner Familie nach Süddeutschland. Dort lebten wir in einem Altenheim, in dem es ausschließlich Christen gab. Dieses Haus hatte es sich zur Aufgabe gemacht, gerade jenen älteren Damen und Herren ein Heim zu bieten, die aus Glaubensüberzeugung darauf verzichtet hatten, in die Rentenversicherung einzuzahlen. Sie waren davon überzeugt gewesen, dass Jesus vor ihrem Rentenalter wiederkäme. Stattdessen hatten sie ihr Geld lieber in Missionsprojekte investiert. In der Zwischenzeit kam aber der Ruhestand und sie standen „im Regen“.

Meine Eltern hatten sich zwei Jahre nach der Gründung des Hauses dort eingeklinkt und so lebten wir als Familie mitten unter sehr frommen, bibelfesten und manchmal auch ziemlich anstrengenden Christen.

In diesem Umfeld musste sich natürlich immer wieder zeigen, ob der Glaube der Christen echt war, ob sie lebten, was sie sagten. Und das habe ich oft erlebt: sehr gute, konstruktive Frömmigkeit. Einerseits ganz praktisch durch den Dienst an den Alten und Kranken, und andererseits durch das gemeinsame Leben in dieser Kommunität. Ich sah hier, dass der Glaube direkte Folgen hat, und das war durchaus sehr produktiv und positiv.

Meine Eltern gründeten einige Jahre nach unserem Einzug in diesem Heim eine Hilfsorganisation, die in Osteuropa arbeitete, hinter dem „Eisernen Vorhang“.

Wir bereisten damals verschiedene Länder. In erster Linie aus humanitären Gründen, dann aber auch, um in den Karpaten heimlich Kinderfreizeiten zu organisieren, christliche Literatur zu schmuggeln und um Gemeinden zu besuchen. So entdeckte ich eine völlig andere Welt. Ich lernte den Druck kennen, dem die Christen im Ostblock ausgesetzt waren, und ich war beeindruckt von ihrer tiefen Frömmigkeit und Fröhlichkeit.

Besonders geprägt hat mich dabei die Vielfalt der Begegnungen. In Rumänien lernten wir in erster Linie Christen aus Brüdergemeinden kennen. In Polen waren es Pfingstler, in der DDR hatten wir es fast nur mit Lutheranern zu tun. Bei allen erlebte ich ein und denselben Gott; und Menschen, die diesen Gott lieben und ihr Leben für ihn einsetzten, ihr Leben manchmal sogar riskierten.

Leben auf der Insel

Es gab jedoch auch andere Prägungen und Erfahrungen in meiner Jugend, die ich eher als schwierig empfand.

Etwa diese schleichende Abgrenzung, die um mich herum stattfand und die ich lange Zeit nicht hinterfragen konnte. Im Bemühen um ein frommes Leben wurden von Menschen in meiner christlichen Umgebung etliche Warnschilder aufgestellt. Da war dann der Weihnachtsbaum zu heidnisch, Fernsehen galt als verderblich und Tanzen kam auf keinen Fall infrage.

In diesem Milieu war es schwierig, sich natürlich zu entwickeln, die Welt realistisch einzuordnen und nicht weltfremd zu werden.

Wenn ich damals anderen Leuten von meinem Glauben erzählte – was ich bis heute für wichtig und richtig halte –, war das, was ich sagte, wahrscheinlich Welten entfernt von dem, was sie verstanden oder was sie interessierte. Nicht umsonst bin ich verspottet worden.

Es war für mich eine schmerzliche Feststellung, dass die „normalen“ Menschen so weit weg waren von mir – oder ich von ihnen? Und ich fühlte mich damals so hilflos, diesen Graben zu überwinden.

Ich, der ich im Namen Gottes lieben wollte, kam damit absolut nicht rüber. Deshalb trat ich so manches Mal frustriert und verletzt den Rückzug an.

Liebestöter

Doch noch etwas anderes machte mich zunehmend traurig. Mir wurde immer mehr bewusst – und manchmal spürte ich es am eigenen Leib –, wie weit selbst fromme Christen voneinander entfernt sein können und wie tief die Gräben sein können, die zwischen Leuten liegen, die an denselben Gott glauben.

Immer wieder erlebte ich, wie sich Christen in meinem Umfeld angingen. Das tat mir teilweise sogar körperlich weh. Insbesondere, wenn das Streiten persönlich wurde und nicht mehr nur der Sache diente. Sowohl in den Wohngemeinschaften, in denen ich lebte, als auch in den Gemeinden, mit denen ich in Kontakt stand – es war teilweise grausam, was sich hier abspielen konnte.

Da wurden Freundschaften aufgekündigt, nur weil jemand sich einer anderen Gemeinde angeschlossen hatte. Leute hörten schlagartig auf, miteinander zu reden, nur weil das falsche theologische Stichwort gefallen war. Oder man fing an, schlecht über Leute zu reden, wenn diese gerade nicht da waren. Im Namen der Wahrheit und der Verantwortung wurde die Liebe abgeschaltet.

Das erinnert an den Ausspruch: „Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr.“ In der Welt des Militärs gibt es für so etwas einen eigenen Ausdruck: Friendly Fire – der Beschuss durch Freunde.

Davon ist immer dann die Rede, wenn aus menschlichem oder technischem Versagen die Munition der Kameraden in den eigenen Linien einschlägt.

Traurigerweise gibt es die Ursache „technisches Versagen“ im christlichen Zusammenhang nicht, sondern immer nur menschliche Entscheidung. Wir entscheiden, wen wir angreifen – und seien es auch die eigenen Leute.

Die Menschen in unserem Umfeld beobachten solche Feldzüge sehr aufmerksam. Da müssen wir uns nicht wundern, dass sie uns manchmal für verrückt halten.

Die Tierwelt liefert hierzu übrigens eine herrliche Randbemerkung:

Man kann beobachten, dass sich eine Horde von Vollblutpferden, die von einem Feind angegriffen wird, mit den Köpfen zueinander in einem Kreis aufstellt und mit den Hinterhufen nach dem Feind tritt. Esel machen es genau umgekehrt. Sie stellen sich zwar auch im Kreis auf, schauen dabei aber dem Feind ins Gesicht und benutzen ihre Hinterläufe, um sich gegenseitig zu treten. (Steve Brown erzählte diese Geschichte in einer Radioandacht.)

Ausgeliebt?

All diese schönen und schwierigen Erfahrungen gingen nicht spurlos an mir vorüber. Ich kam ins Fragen, auch ins Zweifeln. Was war denn schon dran an einem Glauben, der sich so widersprüchlich zeigen konnte?

Was sollte dieses Gerede von der christlichen Liebe, wenn Menschen eher das Gegenteil erlebten?

Und ich war genauso fromm und genauso weit weg von den Menschen wie die anderen Exoten um mich herum. War mein Glaube nur anerzogen, nur eingeredet?

Was würde bei mir übrig bleiben, wenn man all die fromme Erziehung aus meinem Leben wegnehmen würde? Würde Gott irgendwo in meinem Leben zu greifen sein? Wäre da irgendetwas Echtes, Beständiges?

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